57 Schlossplatz, Kathedrale St. Trinitatis
 
Nachdem die Dresdner bereits mehrere Wochen lang den Fall der Stadt erwartet hatten, nahmen Truppen der sowjetischen 1. Ukrainischen Front am 7. und 8. Mai 1945 Dresden ein. Im Umkreis der Stadt kam es zu einzelnen, teils heftigen Gefechten mit abrückenden Einheiten der deutschen Wehrmacht.
Noch am selben Tag begann ein Mienensuchtrupp der Roten Armee mit dem 20jährigen Sergeanten Iwan Chanutin, zahlreiche Ruinen in der zerstörten Innenstadt zu untersuchen. Deutsche Sprengsätze fand und entschärfte er u. a. am Portal zur Sempergalerie und an der Brücke zum Kronentor. Waren die Gefahr hier gebannt und die Mienen entschärft, schrieb Chanutin an die Fassade: śSchloss geprüft. Keine Mienen. Chanutin¤.
Vier dieser Zeitdokumente sind - wenn auch stark verwittert - bis heute erhalten: links am Eingang der Kathedrale, am Residenzschloss (Ecke Theaterplatz), am Eingang des Glockenspielpavillons und am Durchgang zur Sempergalerie.
Die Abbildungen auf der Forderseite zeigen den Ort wo am 13.02. 2002 ein Mahndepot an der Kathedrale eingelassen wird aus heutiger Sicht und ein Foto von 1951, wo die Beschriftung noch gut lesbar ist, welches die Fotothek freundlicher Weise für das Projekt zur Verfügung gestellt hat.